In die entgegengesetzte Richtung

Sonntag, 15. März 2026, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche

In die entgegengesetzte Richtung

Textpassagen aus ‚Der Keller – Eine Entziehung‘
von Thomas Bernhard

Rezitation: Mark Oliver Bögel
Klavierwerke von Erik Satie: Jona Kümper
Konzeption: Ludwig Kaiser

Eines Morgens beschließt der sechzehnjährige Gymnasiast Thomas Bernhard auf dem Schulweg spontan, in die ‚entgegengesetzte Richtung‘ zu gehen. Er entzieht sich seinem bisherigen, verhaßten Leben und verschafft sich im Keller, einem Kolonialwarenladen, eine Lehrstelle. Im Keller, am Rande der Salzburger Scherzhauserfeldsiedlung, dem heruntergekommenen, tristen Wohngetto der Besitzlosen, der Asozialen und Kriminellen, lernt Bernhard all die von der Gesellschaft Ausgestoßenen kennen, verstehen und ergreift Partei für diese verlorenen, verstörten Existenzen.

Der österreichische Autor Thomas Bernhard erzählt in ‚Der Keller. Eine Entziehung‘ in einer für sein Werk typischen autobiographischen Manier von Selbstfindung und Freisein.