Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Sonntag, 06. September 2026, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster
Textpassagen aus dem gleichnamigen Roman von Susan Pásztor

Rezitation: Veronika Nickl
Konzeption und Musik: Ludwig Kaiser

Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Die Mitsechzigerin Karla hat keine Lust auf Sentimentalitäten. Sie will mit ihrem Schicksal allein bleiben und plant einen würdevollen Abgang. Die Hilfe des ehrenamtlichen Sterbebegleiters Fred, ein alleinerziehender Verkehrsplaner, der es immer gut meint, lehnt sie ab.

Doch Freds Sohn Phil, ein schüchterner Teenager mit viel Sinn für Poesie, gelingt der Zugang zu der todkranken Künstlerin. Er darf ihre Konzertfotos für die Nachwelt archivieren. Indem sich Fred, Phil und Karla einander öffnen, entsteht eine wunderbare Freundschaft. Glaubten Vater und Sohn anfangs noch, Karla beim Sterben zu begleiten, passiert auf einmal das Gegenteil: Die beiden lernen von ihr zu leben.