Hiob

Sonntag, 01. März 2026, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche

Hiob

Betrachtungen mit Worten Jürgen Ebachs.

Kanzelrede: Christina Ossenberg
Musik von John Dowland, Olivier Messiaen u.a.: Ludwig Kaiser

Die Kanzelrede hält die Theologin Christina Ossenberg. Sie nimmt mit einem Vortrag Prof. Dr. Jürgen Ebachs – der aus gesundheitlichen Gründen leider absagen musste – das Buch Hiob in den Blick.

So sehr gerade Hiob dazu angetan ist, zu einem Modell zu werden  für das Leiden des Gerechten, für das geduldige Ertragen des Leids, für die Rebellion gegen Gott, so sehr kommt es doch auch darauf an, Hiob zuerst in seiner Zeit aufzusuchen und in den Problemen seiner Zeit.

Es ist die Zeit nach dem babylonischen Exil, eine Zeit, in der Lehrgebäude und Stimmigkeiten zerbrachen. In eine Krise geraten war die Grundlage der alten israelitischen Weisheit, die aus Erfahrung und Hoffnung gespeiste Lehre, das Geschick eines Menschen entspreche seinem Tun.

Diese Hoffnung hatte in der Zeit der Entstehung des Hiobbuches nicht mehr genug Anhalt an der Erfahrung. Weder die politischen Strukturen noch die gesellschaftlichen Verhältnisse zeitigten Stabilität. Der Weltlauf war verstört.