Sonntag, 17. März 2024, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche

Soll das Verbot von Unterhaltungsveranstaltungen
an stillen Feiertagen abgeschafft werden?
Eine Debatte von Schülerinnen und Schülern
im Format ‚Jugend debattiert‘
Plötzlich geht die Musik aus, das Licht geht an, die vergnügliche Ausgelassenheit hat ein jähes Ende … Karfreitag beginnt. An Tagen wie diesem finden in den Hauptzeiten der Gottesdienste auch keine Theatervorstellungen, keine Konzerte oder Filmvorführungen statt, denn Karfreitag gehört zu den durch das Feiertagsgesetz geschützten stillen Feiertagen, an denen Christinnen und Christen des Todes Jesu am Kreuz gedenken Der Tag soll zurückhaltend und in Stille begangen werden.
Veranstaltungen, die nicht dem Ernst des Tages entsprechen, können verboten werden. Es stellt sich die Frage, ist ein solches Verbot in einer vielfältigen Gesellschaft und in einem in weltanschaulichen Fragen neutralen Staat zeitgemäß? Sollte es abgeschafft werden?
Oder ist dieses Gesetz gerade heute besonders wichtig, weil es uns reizüberfluteten und durch Lärm bedrängten Menschen einen Raum der Ruhe verschafft und daran erinnert, dass alles seine Zeit hat und Innehalten, Trauer und Gedenken einen festen Platz in der Gesellschaft und im kulturellen Gedächtnis haben müssen.
Zum dritten Mal debattieren Schülerinnen und Schüler der Matthias-Claudius-Schule im Rahmen der Mittagskirche.
Debatte: Zoe Bödecker, Jana Pawelski, Nele Werdehausen, Emma Kuhl
Musik: Ludwig Kaiser
Begrüßung u.a.: Kerstin Hauke, Nils Beckmann,
Buffet: Gabriele Krettek